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VOLUMEN | UMFORMUNG | WAS FARBEN ALLES KÖNNEN

Umformung

Der Wunsch nach lockigem Haar ist sehr alt. Schon in früheren Zeiten wurde gedreht, geflochten und gesteckt, doch war das Ergebnis selten zufriedenstellend und schon gar nicht von Dauer. Was wir derzeit als Umformung oder Dauerwelle bezeichnen, existiert erst seit den Vierziger Jahren. Die damals revolutionäre Kaltwelle wird vom Prinzip her noch heute angewendet. Indes ist die Wirkungsweise moderner Wellen weitaus schonender als die des Archetyps.
 

Das Prinzip der Dauerwelle wird mit ein wenig Vorwissen über die Struktur des Haares leicht verständlich. Das Haar besteht aus einer äußeren Schuppenschicht, die den inneren Faserstamm umschließt und schützt. Die in Keratinketten des Faserstamms verlaufenden Querverbindungen bestimmen den natürlichen Fall des Haares. Ob elastisch, störrisch oder glatt hängt von der Stärke dieser sogenannten Brücken ab. Das Haar besitzt drei Arten von Brücken. Die Dauerwelle setzt bei der kräftigsten und wichtigsten, der Doppelschwefelbrücke an.
 

Zunächst wird das feuchte Haar auf Wickler gedreht, was die Keratinketten in Längsrichtung spannt. Die Dauerwell-Lösung wird als Creme, Schaum, Gel oder Liquid auf die Wickler aufgetragen. Sie löst mit Hilfe von Reduktionsmitteln die Doppelschwefelbrücken.

Nach der Einwirkzeit wird die Well-Flüssigkeit abgespült und das Haar fixiert. Es ist nun umgeformt und weich. Peroxid wird aufgetragen, um die Doppelschwefelbrücken an.

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